Südfrankreich (1): Unterwelt

Dieses Jahr zog es uns zu Pfingsten nach Südfrankreich. Leider war das Wetter sehr durchwachsen mit häufigen Unwettern, Dauerregen und, in der Folge, Überschwemmungen, daher mussten wir unsere Paddelpläne sehr einschränken. Aber dennoch hatten wir ein paar schöne Tage.

Unsere erste Station war Vallon Pont d’Arc, wo wir erstmal ein paar Tage lang auf hinreichend stabiles Wetter warteten um die Ardechschlucht zu paddeln. Zum Glück hat die Gegend auch abseits des Wassers sehr viel zu bieten. Nur einen guten Kilometer von unserem Campingplatz entfernt gab es z.B. einige sehr große, frei zugängliche Höhlen mit beeindruckenden Tropfsteinen und angeblich sogar kleinen Höhlenmalereien. Diese haben wir jedoch nicht gefunden.

Die größte dieser Höhlen ist die Grotte Deroc, die auf einer Länge von ca. 450m gut begehbar ist.

Vom Zeltplatz aus geht es einen Feldweg entlang in das Flußtal der Ibie. Nach wenigen hundert Metern zweigt ein unmarkierte Pfad vom Weg ab und führt einen nach ca. 10 Minuten steilen Aufstiegs zum ersten von drei Höhleneingängen. Am Anfang sind wenige Meter Krabbelei angesagt, dann kommt man in einen ersten kleinen Raum. Eine Kehrtwende und ein paar weitere Meter auf Händen und Füßen bringen einen dann in die eigentliche Höhle, einem riesigen Gang, oftmals über 10 m hoch und breit, der mehrere hundert Meter durch den Berg führt und einige beeindruckende Tropfsteinfomationen aufweist. Etwa nach der Hälfte der Strecke führt ein Seitengang zu einem zweiten Ausgang und nach einer langen, beeindruckenden Weile in völliger Dunkelheit und Stille, nur durchbrochen vom Licht unserer Stirnlampen und von begeisterten Ausrufen, erreicht man schließlich den dritten Eingang und kehrt zurück in die Wärme und das Licht des Tages.

Ein Plan der Höhle ist hier zu finden:

http://www.europreart.net/preart.htm

Vom Ausgang aus sind es dann nur noch etwa hundert Meter bis zur nächsten Höhle, der Grotte de Louoi, die ebenfalls ein gutes Stück in den Berg hineinführt. Hier ist offenbar vor langer Zeit Wasser geflossen, wie man deutlich an den Höhlenwänden erkennen kann. Ein steiler Abstieg bringt einen schließlich zurück ins Tal der Ibie und schließlich zur Straße.

Wenn man stattdessen zum ersten (Ost)Eingang der Grotte Deroc zurückkehrt, und einen weiteren steilen und etwas rutschigen Aufstieg in Kauf nimmt, erreicht man noch die Grotte de Chasserou, deren Eingang etwa zur Hälfte von einer (angeblich bereits aus neolithischer Zeit stammender) Mauer verschlossen ist. Auch diese Höhle ist sehr sehenswert und birgt offenbar noch viele weitere Schätze, die wir nicht zu sehen bekommen, da wir ja nur die leicht beGEHbaren Teile erkunden können (und den Kindern oft genug entschieden verbieten müssen, in irgendwelche engen Löcher hineinzukrabbeln)

https://player.vimeo.com/api/player.js+

Grotte Deroc:

 

Grotte Louoi:

 

Grotte Chasserou:

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