Regentage (2)

Am nächsten Morgen weckt uns lautes Motorengeräusch: die Wiese um uns herum wird gemäht! Jaaku ist noch nicht ausgeschlafen und reagiert leicht verstimmt. Aber: ein gutes Frühstück lässt die Laune schnell besser werden.

Heute sind wird deutlich später auf dem Wasser, denn wir müssen noch einkaufen (eine SD-Karte ist leider im gesamten Ort nicht zu finden, also schleppe ich weiterhin eine vollkommen nutzlose schwere Spiegelreflexkamera mit mir herum). Und außerdem haben wir keine besondere Eile, uns auf den Weg zu machen, denn heute wollen wir nur bis ins 16 km entfernten Reichenbach. Die Kanadierfahrer hatten uns den dortigen Zeltplatz wärmstens empfohlen.

Anders als gestern sind heute vier Wehre zu überwinden. Das erste kommt direkt am

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Frühstück

Anfang der Etappe, kurz hinter der Brücke  von Roding. Hier müssen wir zum Glück nicht umtragen, denn es existiert eine gut markierte fahrbare Gasse mit einem kräftigen Schwall, die wir bereits am Abend zuvor bei unserem Stadtspaziergang besichtigt hatten. Wieder ist Jaaku erst nervös, dann begeistert. Auf eine kurze Fließstrecke folgt bald der Rückstau des nächsten Wehrs in Wiesing. Auch hier gibt es eine schöne Bootsgasse, aber: nicht für uns, unser Packraft ist deutlich zu breit – Dickendiskriminierung am Regen! Es ist also Umtragen angesagt, zum Glück nur ein kurzes Stück, das wir gemeinsam schnell bewältigen.

Nach drei Kilometern erwartet uns schon das nächste Wehr, wo wir erst einmal ausgiebig Pause machen. Die Einsetzstelle ist hier sehr schmal und von Felsen gesäumt, das Einsetzen gestaltet sich daher etwas schwierig.

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Spielpause am Wehr

Weiter geht die Fahrt. Von Strömung ist zwar meist recht wenig zu merken, dennoch kommen wir unerwartet schnell voran. Und so haben wir schon bald die nächsten sechs Kilometer hinter uns gelassen und erreichen das letzte wehr für heute. Hier führt eine Treideltreppe bequem über die Wehrkrone ins Unterwasser. Bei diesem Wasserstand ist sie allerdings komplett trockengefallen. Jaaku hilft mir, das Boot hinunterzutragen, dann lasse ich ihn noch eine Weile am Wehr spielen bevor wir uns zu den letzten paar Kilometern  unserer Tagesetappe aufmachen.

Am frühen Nachmittag haben wir Reichenbach erreicht und stellen unser Zelt auf der hübschen Zeltwiese direkt am Fluss auf. Wir rufen die angegebene Nummer an um uns anzumelden, dann kochen wir erst einmal unser Mittagessen.

Neben der Wiese ist ein Spielplatz, den Jaaku natürlich eifrig nutzt. Am späteren

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Nachmittag treffen dann auch die Kanadierfahrer ein, die sich beeindruckt von der Performance unseres Packrafts zeigen (sie waren nur wenig später aufgebrochen als wir, hatten aber auf dem weg auch eine längere Pause gemacht).

Aus den Bergen an Holzabfällen, die neben der Zeltwiese liegen, machen wir abends noch ein riesiges Feuer und besonders Jaaku kann nicht genug davon kriegen,die Flammen immer weiter zu füttern.

 

 

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